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Project Gutenberg (Der Roman)
Der sechste Kontinent
At the Earth's Core
England 1976 - Regie: Kevin Connor
Musik: Mike Vickers
Bildformat: 1.85:1 (Farbe)
In den 70er Jahren entstand in England unter der Regie von Kevin Connor eine Serie von Monsterfilmen, die es unter Fans schnell zu Kultstatus brachten. Doug McClure (bekannt geworden als Trampas in der legendären Western-Serie "Die Leute von der Shiloh-Ranch") war der Held dieser Filme, und schlug sich somit in Trash-Klassikern wie "Caprona - Das vergessene Land" oder "Tauchfahrt des Schreckens" mit Monstern, Mutationen und Finsterlingen. Während Caprona dabei noch ein durchaus ernsthaft produzierter Abenteuerfilm mit einem gewissen Anspruch war, versuchten es die Produzenten bei "Der 6. Kontinent" mit einer ganzlich anderen Herangehensweise. Dieser Streifen ist nicht mehr und nicht weniger als eine grellbunte Monsterfilm-Parodie, der wirklich jeglicher Ernst abgeht. Peter Cushing gibt hier einen herrlich vertrottelten Wissenschaftler, der seinen skurrilen Dr. Who als geradezu ernsthaften Charakter erscheinen läßt. Wenn Cushing versucht, mit seinem Regenschirm Riesenmonster zu verscheuchen, oder mit Pfeil und Bogen einen feuerspeienden Riesenfrosch erlegt, der daraufhin in ein Tal stürzt und explodiert, bleibt wahrlich kein Auge trocken.

Dabei macht der Film stellenweise den Eindruck, als wäre er zunächst durchaus als ernsthafte Verfilmung geplant gewesen, denn die Modellbauten des Riesen-Erdbohreres, sowie dessen Inneneinrichtung, sind sowohl liebevoll detailliert gemacht als auch sehr gut getrickst - doch im Innern der Erde regiert dann wirklich nur noch der schrille Blödsinn. Die Monster im Film, der übrigens auf Motiven des Tarzan Erfinders Edgar Rice Burroghs basiert, sind, wie in Japan, Männer in Gummianzügen - und es wird nicht einen Moment lang versucht, diese Tatsache irgendwie zu kaschieren. Auch das Design der Monster gibt gewaltigen Anlass für Lachtränen! Da kämpfen riesige zweibeinige Gummi-Schweine gegeneinander, treten vierbeinige Saurier mit deutlich angewinkelten Hinterbeinen auf, und lächerlichste Flugechsenwesen hängen an überdeultich sichtbaren Dräthen. Garniert wird das ganze mit herrlich abgefahrenen Saurierschreien, wie sie schriller nicht sein könnten.

Wer keinen Sinn für solchen Mega-Trash hat, dürfte spatestens die Flucht ergreifen, wenn die (natürlich englischsprechenden) Wilden mit ihren bunten Minipli-Lockenperücken auftauchen, oder das Maul einer fleischfressenden Pflanze wie eine Kuhlschranktür auf und zu klappt Es spricht für die unglaubliche Wandlungsfähingkeit Peter Cushings (und seinen Humor), dass er diesen Blödsinn mitmacht und dabei eine unglaubliche Performance bietet. Doug McClure spielt dagegen wie üblich einfach nur sich selbst, so wie seine Fans es halt von ihm erwarten. Ein optischer Augenschmaus ist natürlich wie immer sexy Caroline Munro, die in ihren knappen Fell-Bikini sogar die Erinnerungen an Raquel Welchs sehr ähnliche Performance ("Eine Million Jahre vor unserer Zeit") sehr schnell verblassen läßt.

So albern und lächerlich der Film auch insgesamt gemacht ist, so hat er doch, neben dem schon erwähnten Erdbohrer, einige erstaunliche Schauwerte zu bieten: Ein Dschungel aus Riesenpflanzen und unterirdische Lavahöhlen beispielsweise. Außerdem hat der Film einen ganz eigenen Look mit seiner bizaren Welt unter einem violetten Himmel. Da hier komplett im Studio produziert wurde, macht die Landschaft auch zu keinem Zeitpunkt einen "britschen" Eindruck, was in der tropischen Welt Capronas noch zuweilen etwas die Atmophäre gestört hatte.

Die Story: Das viktorianische England. Der geniale Wissenschaftler Dr. Perry (Cushing) hat, finanziert von seinem amerikanischen Kompagnon David Innes (McClure), einen Erdbohrer entwickelt, mit dessen Hilfe der Tunnelbau durch Gebirge revolutioniert werden soll. Beim ersten Testlauf geht jedoch etwas schief, der riesige Bohrer gerät von Kurs ab und durchschwimmt schließlich einen unterirdischen See. Als der Bohrer endlich zur Ruhe kommt, trauen Perry und Innes ihren Augen nicht: Sie befinden sich in einer tropischen Dschungelwelt, unter einem fantastischen violetten Himmel. Doch lange können sie sich nicht dem Staunen hingeben, denn plötzlich taucht ein gigantischer, zweibeiniger Riesensaueriervogel auf und jagt sie durch den gewaltigen Pilzwald.

Die beiden Helden werden wenig später von seltsamen menschenähnlichen Wesen gefangengenommen und zusammen mit anderen menschlichen Sklaven (die zum Gück perfekt englisch sprechen ) in eine Stadt im Innern eines Vulkans gebracht. Unterwegs werden sie noch Zeugen des Kampfes zweier gigantischer Wildschweine (allein dieser Kampf der Gummikostüme sollte die Anschaffung der DVD für jeden Trash-Fan zur Pflicht machen).

Bald findet man heraus, dass die Menschen dieser inneren Erde, die von ihren Bewohnern Pellucidar genannt wird,  von intelligenten und telepatisch begabtenFlugsauriern, den Mehas, verslavt wurden. Innes, der positive amerikanische Freigeist (ja, damals waren die Amis noch so ), zettelt natürlich alsbald einen Aufstand an und es kommt wie es kommen muß: Wilde Kloppereien, ausbrechende Vulkane, explodierende Monster und... und... und... Und dann gibt es als sehr hübsches optisches Highlight natürlich noch Caroline Munroe im knappen Lederbikini zu bewundern - Herz was willst Du mehr?

Wenn der Streifen nicht ein paar Längen hätte, wäre er ein ähnlich perfekter Partyfilm wie "Invasion aus dem Innern der Erde" - dicht heran kommt er aber in jedem Fall. Wer allerdings zum Lachen in den Keller geht und ernsthafte Monsteraction oder gar ein klassisches, seriöses Abenteuer erwartet, sollte um den Film lieber einen weiten Bogen machen. Wer hier einen ersnthaften Abenteuerfilm mit phantastischen Elementen erwartet, dürfte nämlich sein blaues Wunder erleben und den Film aus tiefstem Herzen hassen und verachten. Wer aber Sinn für herrlich naiven, augenzwinkernden Blödsinn hat, wird mit einem bunten Trash-Abenteuer ohnegleichen belohnt. Anschauen, Hirn abschalten und Spaß haben!
Darsteller:
Doug McClure (David Innes), Peter Cushing (Dr. Abner Perry), Caroline Munro (Princess Dia), Cy Grant (Ra), Godfrey James (Ghak), Sean Lynch (Hoojah)

Werbeslogans:
• Atemlose Spannung am Rande einer Katastrophe!

 

Auswahl

Beginning of the End

Die Rückkehr des King Kong

Frankensteins Höllenbrut

Frankenstein und die Monster aus dem All

Frankenstein - Zweikampf der Giganten

Gigant des Grauens

Godzilla

Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel (Panik - Dinosaurier bedrohen die Welt

Godzilla - Final Wars

Guila - Frankensteins Teufelsei

Infra-Superman - Invasion aus dem Inneren der Erde

King Kong - Frankensteins Sohn

King Kong gegen Godzilla

Matango - Attack of the Mushroom-People

UX-Bluthund - Tauchfahrt des Schreckens