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Deutschland:
DVD (1.85:1  vergriffen)
Qualität:


Japan:
DVD (2.35:1, anamorph)
Qualität:
(ungekürzt, japanisch, nur japanische Untertitel)



England:
DVD (2.35:1, anamorph)
Qualität:
(ungekürzt, englisch, ohne Ifukube-Musik)
Die Rückkehr des King Kong
Kingu Kongu tai Gojira
Japan/USA 1962 - Regie: Ishirô Honda
Musik: Akira Ifukube (Japan), Joseph Gershenson, Henry Mancini, Milton Rosen, Hans J. Salter, Herman Stein (USA)
Bildformat: 2.35:1 (Farbe)
Als ein raffgieriger Pharmaproduzent erfährt, daß auf einer entlegenen Insel ein gigantischer Affe hausen soll, schickt er seine beiden besten Leute los, um diesen King Kong als Werbeträger einzufangen. Mithilfe freundlicher Eingeborener gelingt das Unterfangen und der Koloss wird gen Tokyo verschifft. Zur gleichen Zeit nähert sich ein Eisberg der japanischen Küste, in dessen Innern ein gigantischer, radioaktiver Saurier wieder zum Leben erwacht ist. Dieser Godzilla vernichtet ein Atom-U-Boot und setzt dann an Land sein Vernichtungswerk fort. Da das Militär dem Urzeitmonster machtlos gegenübersteht, beschließt man, die beiden Riesenmonster aufeinander zu hetzen, damit sie sich gegenseitig den Garaus machen...

Die zwei gewaltigsten Ungeheuer, die je die Leinwand beherrschten, treffen aufeinander - ein gigantischer, alles bislang dagewesene in den Schatten stellender, schreckenserregender Kampf der Riesenmonster. der den Zuschauer in ungläubigem Staunen in den Kinosessel bannt... Klingt nach einem epochalem Werk, trifft aber auf „Die Rückkehr des King Kong“ nur bedingt zu, denn die Produzenten entschlossen sich seinerzeit, das Thema eher parodistisch anzugehen. So gibt es in diesem dritten Godzilla-Film zwar immer wieder durchaus beeindruckende Sequenzen, die auch tricktechnisch zu überzeugen vermögen, doch im großen und ganzen ist er einfach ein herrlich alberner, riesengroßer Unfug.

Godzilla wirkt in seinem ersten farbigen Leinwandauftritt merkwürdig deformiert: sein Kopf ist geschrumpft und seltsam spitz, dafür ist er untenrum mächtig in die Breite gegangen - der jahrelange Dauerfrost ist ihm offenbar nicht sonderlich bekommen. Noch schlimmer erging es aber King Kong, denn der legendäre Riesenaffe ist nunmehr zwar auf stolze 50 Meter angewachsen, an Lächerlichkeit (räudiges Fell, Glubschaugen und Ziehharmonica-Lippen - so schlimm wie das reingemalte „Ding“ auf den deutschen Erstaufführungs-Aushangfotos sah er dann aber doch nicht aus) aber wohl kaum noch zu überbieten. Auf seine tragische Vorgeschichte wird übrigens nie eingegangen, sodaß dieser King Kong wohl noch niemals in New York war.

Die US-Fassung von „Die Rückkehr des King Kong“ wurde zum Teil umgeschnitten und gerade zu Anfang auch durch neu gedrehte Szenen verändert. In der, darauf basierenden, deutschen Fassung wurde übrigens (nicht zum letzten Mal) die Vorgeschichte Godzillas komplett ignoriert und unser großer Grüner zu einem bis dato nie gesehenen prähistorischen Saurier umgedeutet, den man dann halt Godzilla nennt. Am tiefgreifendsten aber war, das praktisch der komplette wunderschönenen Akira Ifukube-Soundtrack entfernt wurde; eine Entscheidung der US-Produzenten, die absolut nicht nachvollziehbar ist. Doch auch wenn aufgebrachte Fans stets postulieren, der Originalsoundtrack wäre durch „billige Archivmusik“ ersetzt worden, so muß man diesem doch zugute halten, daß die meisten verwendeten Klänge immerhin von Joseph Gershenson stammen und Jahre zuvor dem „Schrecken vom Amazonas“ eine vortreffliche und hochgeschätzte Untermalung boten. Weiteres Klangmaterial (u.a. von Henry Mancini) stammte ebenfalls aus legendären Universal Phantastic-Streifen. So sehr sich die beiden Filmversionen auch voneinander unterscheiden, die Bahauptung, daß in der japanischen Godzilla und in der US-Fassung King Kong den Endkampf gewinne, gehört ins Reich der Legenden. Wahr ist dagegen, daß der Riesen-Krake aus der Kong Island-Sequenz ein lebendes Tier war - und nach Ende der Dreharbeiten im Kochtopf des Teams landete (unwahr ist, daß es ein Riesenkrake war).

„Die Rückkehr des King Kong“ ist nicht wirklich ein ernstzunehmender Monsterfilm. Doch trotz, oder gerade wegen, seiner eklatanten Schwächen, macht der Film einen unglaublichen Spaß. Nie zuvor haben sich Monstergiganten in solchem Umfang hemmungslos auf der Leinwand geprügelt und die Realität in allerweiteste Fernen verdrängt. Bunt, exotisch, verrückt und zu keinem Augenblick langweilig, bietet „Die Rückkehr des King Kong“ ein phantastisches Kinoabenteuer in Scope in prächtigen Farben, wie es so halt nur in den wilden 60er Jahren entstehen konnte.
Darsteller:
Tadao Takashima (Osamu Sakurai), Kenji Sahara (Kazuo Fujita), Yû Fujiki (Kinsaburo Furue), Ichirô Arishima (Tako), Jun Tazaki (General Shinzo), Akihiko Hirata (Dr. Shigezawa), Mie Hama (Fumiko Sakurai), Akiko Wakabayashi Tamiye), Shôichi Hirose (King Kong), Haruo Nakajima (Godzilla)

 

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