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Deutschland:
DVD (1.85:1  vergriffen)
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Japan:
DVD (2.35:1, anamorph)
Qualität:
(ungekürzt, japanisch, nur japanische Untertitel)


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Godzilla-Germany

B-Movies
Frankenstein - Zweikampf der Giganten
Furankenshutain no kaijû: Sanda tai Gaira
Japan 1966 - Regie: Ishirô Honda
Musik: Akira Ifukube
Bildformat: 2.35:1 (Farbe)
Mitte der sechziger Jahre verloren die Godzilla-Filme mehr und mehr von ihrem ursprünglichen Ernst. Die Filme wurden zu naiv bunten Monsterprügeleien in drolligen Spielzeuglandschaften und der große Grüne empfahl sich mehr und mehr als Retter der Menschheit. Auch die Konkurrenz der Godzilla-Mutterfirma Toho brachte zu dieser Zeit eine wahre Flut von Monsterfilmen in die Kinos, die in erster Linie auf ein sehr junges Publikum abzielten. Um so erstaunlicher ist es da, dass mit "Frankenstein - Zweikampf der Giganten" ein Film in die Kinos kam, der seine Thematik durchaus erst nimmt und mit einer sehr straight erzählten Story ohne Blödeleien zu überzeugen weiß.

Der Film, der ursprünglich als direkte Fortsetzung zu "Frankenstein - Der Schrecken mit dem Affengesicht" gedacht war, knüpft tatsächlich in vielerlei Hinsicht an den Vorgänger an und übertrifft ihn meiner Ansicht nach sogar noch...

Die Story: In einer stürmischen Nacht wird ein japanisches Schiff von einem gigantischen Oktopus angegriffen, der den Steuermann über Bord zu ziehen droht. Als das Ungetüm sich plötzlich zurückzieht spielt sich vor den Augen des Seemanns ein unglaubliches Schauspiel ab: Ein riesiges, affenähnliches, grünes Monster ringt mit dem Oktopus und schleudert ihn schließlich ins Meer zurück. Doch der zottelige Grüne hat nichts gutes im Sinn, denn er greift nun seinerseits das Schiff an und versenkt es; danach verschlingt er die Besatzung. Nur der Steuermann kann wie durch ein Wunder entkommen.

Immer wieder taucht in der Folge das grüne Ungeheuer auf und verbreitet Angst und Schrecken. Glücklicherweise fürchtet es sich jedoch vor Licht, so dass man die Städte durch Einschalten aller Lichter vor ihm schützen kann. Presse und Militär gehen davon aus, dass es sich bei dem Monstrum um den vom amerikanischen Riesenzellenforscher Dr. Kitei gezüchteten Frankenstein handelt. Dieser Frankenstein war einst aus dem Labor entkommen und vom Militär an einem See beschossen worden. Verwundet war der Gigant in den See gestürzt und seitdem verschwunden. Doch weder Kitei noch seine Assistentin Akemi können glauben, dass ihr Frankenstein hinter den Greueltaten steckt, zumal dieser nicht im Wasser leben könnte. Nachdem der Gigant den Flughafen von Tokio verwüstet hat, kann er vom Militär schließlich in einem Wald aufgespürt und in eine Falle gelockt werden. Konzentrierter Laser- und Maserbeschuß lassen das Monster schließlich in einem Fluß zu Boden gehen, wo man ihm mit Starkstrom den Rest gibt. Doch gerade als die Schlacht gewonnen scheint (eine ungewöhnliche Erfahrung für das sonst chronisch erfolglose japanische Militär), erscheint der braune Frankenstein, den Dr. Kitei einst geschaffen hat, und rettet den Grünen in die tiefen Wälder. Inzwischen hat Kitei herausgefunden, dass der Grüne in Wahrheit aus Zellmaterial Frankensteins entstanden ist, das ins Wasser fiel und dort weiterwuchs. Der echte Frankenstein lebte offenbar die ganze Zeit friedlich in den Bergen. Kitei warnt die Militärs eindringlich davor, die Monster zu bombardieren, da dadurch Zellmaterial über das gesamte Kampfgebiet verteilt würde, was in der Konsequenz unzählige Monster schaffen würde.

Kaum hat sich die grüne Bestie vom Angriff erholt, da geht sie schon wieder auf die Jagd. Als Frankenstein entdecken muß, dass sein Abkömmling Menschen frißt, kommt es zum Zwist der Giganten. Der Grüne flieht und Frankenstein folgt ihm. Als Kitei und Akemi den Giganten begegnen, stürzt Akemi in die Tiefe und wird von Frankenstein gerettet, der sich dabei am Bein verletzt. Der Grüne nähert sich weiter Tokio. Entsetzt muß man feststellen dass seit dem Beschuß das Monster von Licht nicht mehr abgeschreckt, sondern angezogen wird. Als beide Monster Tokio erreichen kommt es zum Zweikampf der Giganten, der schließlich in der Bucht von Tokio sein Ende findet: Ein ausbrechender unterseeischer Vulkan verschlingt die Giganten.

"Frankenstein - Zweikampf der Giganten" glänzt mit einer spannungsreichen Dramaturgie, einer interessanten Geschichte, Top-Schauspielern und einem grandiosen Soundtrack. Außerdem hat sich Eiji Tsuburya bei den Special Effects teils selbst übertroffen. Das Dreamteam Honda/Tsuburaya/Ifukube ist hier wirklich auf dem Schaffenshöhepunkt. Der Film ist geradezu eine Augenweide, glänzt mit hervorragenden Kameraeinstellungen und einer Dynamik des Geschehens, wie man sie so in keinem anderen japanischen Monsterfilm erleben kann. Gerade die Sequenzen in denen die legendären Masergeschütze (die hier ihre Premiere hatten!) durch die Bäume nach dem grünen Frankenstein feuern, sind einfach in jeder Hinsicht brilliant. Auch die Monster wirken grandios (jedenfalls auf der großen Leinwand), da man diesmal keine plumpen Gummikostüme mit Plastikkulleraugen zu Gesicht bekommt, sondern zwei wirklich lebndig wirkende Monstren, deren Kostüme den Schauspielern erstmals Gelegenheit geben, wirklich zu spielen und durch Körpersprache und Augen Emotionen auszudrücken. Etwas lächerlich wirken bei diesem Film wirklich erst die Ringkämpfe ganz gegen Ende - wenngleich auch diese in den unglaublich realistisch wirkenden Gebäudemodellen großartig aussehen.

Beindruckend ist wieder einmal Jun Tazaki, diesmal als General, und auch die übrigen Schauspieler nehmen (mit Ausnahme Russ Tamblyns, bei dessen Rolle interesssanterweise die deutsche Synchronisation viel rettet) ihre Rollen sehr erst und spielen großartig. Rätselhaft bleibt allerdings, wieso der amerikanische Professor in der deutschen Fassung den japanisch klingenden Namen Kitei erhielt, da er eigentlich Dr. Paul Stewart genannt wurde... vielleicht kam es da zu einer Verwechslung mit Nobuo Nakamuras Rolle des Dr. Kita...

Der Film ist auch noch in weiterer Hinsicht interessant, es ist nämlich so ziemlich der einzige japanische Monsterfilm in dem das Militär tatsächlich einmal in der Lage ist, ein Monster aus eingener Kraft zu besiegen - erst das Auftauchen des zweiten vereitelt die totale Vernichtung des Grünen. Außerdem ist dieser Film deutlich grimmiger und brutaler als übliche Monsterfilme... in der Flughafensequuenz wird eine Frau vom Monstrum lebemdig verschlungen und ihr Kleid ausgespuckt. Außer Rodan hatte kein anderes Toho-Monster jemals Menschen gefressen. In anderen Szenen ist der grüne Frankenstein halbtot und blutüberströmt zu sehen - und das soziale Verhalten der beiden gegensätzlichen Monstren wird wirklich großartig ausgespielt. Auch die im Film angesprochene Bedrohung der Menschheit durch eine unendliche Verfielfältigung des Monsters geht über das Maß der üblichen Bedrohungen in diesen Filmen bei weitem hinaus.

Schläge verdient allerdings der Zeichner des geradezu grandios häßlichen deutschen Plakats des Films - unzweifelhaft das häßlichste, mit dem jemals die Besucher eines Kaiju-Films in die Kinos gelockt werden sollten... Überhaupt ist das Werbematerial für einen Constantin-Film ungewöhnlich, da szatt der typischen Schriftblasen auf den Aushangfotos schnöde eckige Kästen verwendet wurden; und auch die bunten Rahmen um die Motive kennt man von der Constantin sonst nicht. Einer der schönsten, spannendsten und faszinierendsten Monsterfilme aller Zeiten - auch wenn die meisten deutschen Filmkritiker das natürlich wieder einmal ganz anders sahen
Darsteller:
Russ Tamblyn (Dr. Kitei), Kumi Mizuno (Akemi), Kenji Sahara (Dr. Yuzo Majida), Nobuo Nakamura (Dr. Kita), Jun Tazaki (General), Hisaya Ito (Polizeichef), Yoshifumi Tajima (Polizeioffizier), Ren Yamamoto (Rudergänger), Kipp Hamilton (Sängerin)

Werbeslogans:
• Die klassische Horrorgestalt in einem neuen Thriller
• Sensationelle Tricks und Schocks!
• Atemberaubende Unterhaltung für Schocker-Freunde
• Urwelt-Ungeheuer bedrohen die Menschheit
• Ein neuer Film-Schocker aus Japan
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• Der Gruselspezialist "vom Dienst" jetzt wieder im Kino
• Der Super-Schocker aus Japan

 

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