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Journey to the seventh Planet

Journey to the seventh Planet 1962 - Regie: Sidney Pink
Musik: Jerry Capeheart, Ib Glindemann, Teepee Mitchell, Ronald Stein
Bildformat: 1.85:1 (Farbe)
Wenn man an Science Fiction-Filme-produzierende Länder denkt, kommt einem Dänemark sicherlich so ziemlich zuletzt in den Sinn Und doch hat dieses kleine Land, das eigentlich mehr für Dünen, Hotdogs, Lego und Piratos bekannt ist, einen kleinen aber feinen SciFi-Trasher hervorgebracht, der in buntesten Technicolor-Farben den Zuschauer auf den fernen Uranus entführt, wo in den felsigen Tiefen des Planeten ein riesiges Gehirn die Eroberung der Erde vorbereitet +++

Zu verdanken haben wir dieses Space Opera-Kleinod dem rührigen Produzenten Sidney Pink, jenem permanent etwas glücklosen Fast-den-großen-Wurf-Lander, der uns schon mit dem unvergleichlichen "Weltraumschiff MR-1 gibt keine Antwort" auf höchste erfreut hatte. Pink, der recht früh erkannte, dass in Europa sehr viel günstiger zu produzieren war als in den USA, drehte in fast jedem europäischen Land Filme; seine bekanntesten (den Monsterfilm Reptilicus und eben Journey) aber ausgerechnet im filmischen Entwicklungsland Dänemark. Pink, dessen Leidenschaften das Produzieren von Filmen und das Verklagen seiner Produzenten waren, glaubte allen ernstes in Dänemark Blockbuster für den Weltmarkt drehen zu können - und reagierte entsprechend verschnupft, als der Weltmarkt diese Ansicht nicht so recht teilen wollte Vor allem aber erboste ihn, dass seine finanzierende Gesellschaft, die legendäre AIP, seine Filme umschnitt, ganze Szenen entfernte, andere einfügte (aus älteren Fimen oder neu gedrehte) und seine dänischen Schauspieler neu synchroninisierte. Für Pink, der sich Zeit seines Lebens als Nabel der Welt und den einzigen fähigen unter Horden von Unfähigen sah, war das natürlich eine bittere Schmach.

Aber so borniert, stänkerisch und realitätsfern Pink sich auch in seiner eigenen Biogaphie darstellt, so erfolgreich war er auch darin, das scheinbar unmögliche halbwegs möglich zumachen. In einem winzigen Studio, fast ohne finanzielle Mittel ein Weltraumabenteuer zu drehen, das in den Höhlen und Kristallwäldern des Uranus spielt, wäre wohl nicht vielen anderen gelungen. Und auch wenn seine Filme immer billig und meist haarsträubend lächerlich waren, so waren sie doch gleichzeitig ausgesprochen unterhaltsam (auch wenn der gute Sidney alles andere als ein guter Regisseur war).

"Journey to the Seventh Planet", der hierzulande leider nie veröffentlicht wurde, ist ein ziemlich unterhaltsames Filmchen, das man auf der großen Leinwand erleben sollte, um es richtig genießen zu können; auf dem kleinen Fernseher wirkt das ganze nämlich eher dröge. Interessanterweise nimmt Pink in seinem kleinen Trasher bereits einige Konzepte des Filmklassikers "Solaris" vorweg, was für Trash-Fans aber nur von periferem Interesse sein dürfte So richtig Spaß macht der Film vor allem in jenen Szenen, als die Astronauten - nach vielen Wirrnissen mit den Ausgeburten ihrer Erinnerungen - die künstlich erschaffene Welt verlassen und sich den Schrecken der bizarren Eiswelt stellen. Es gelingt Sidney Pink dabei einige durchaus faszinierende Bilder auf die Leinand zu zaubern; allerdings kann nur darüber spekuliert werden, wieviel von den kruden Trickszenen im Innern des Planeten auf sein Konto gehen... Sam Arkoff von AIP gab nämlich den Auftrag, praktisch alle der, seiner Aussage nach lächerlichen, Monsterszenen aus dem Film zu schneiden und durch (von Jim Danford!!!) neu gedrehte Stopmotion-Sequenzen und die eingefärbte Spinne aus Bert I. Gordons "Die Rache der Schwarzen Spinne" zu ersetzen. So ist ein riesiges Maulwurfmonster zwar noch einen Moment lang im Trailer und auch auf Presse- und Aushangfotos zu sehen, im Film taucht es aber nicht mehr auf. Auch die bizarre, zweibeinige Zyklopenratte, wurde erst in den USA hinzugefügt.

Der Film ist zwar längst nicht so herrlich "Out of this World" wie sein Vorläufer "Weltraumschiff MR-1" und hat gerade zu Anfang doch einige deutliche Längen, macht aber nichtsdestotrotz eine Menge Spaß und man sollte ihn schon einmal gesehen haben, wenn man auf Weltraumabenteuer im Stil der 50er Jahre steht. Wer das hypnotische Riesenhirn und die Zyklopenratte nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst!

Die Story: Die Menschheit ist endlich friedlich vereint und hat mit der Eroberung des Weltraums begonnen. Als man vom Uranus seltsame Strahlungsimpulse empfängt, startet ein Raumschiff zum siebten Planeten unseres Sonnensystems, um das Phänomen zu untersuchen. Alles scheint glatt zu gehen, doch als das Raumschiff in die Umlaufbahn einschwenkt, werden die Manner plötzich in eine mehrtägige Stasis versetzt; sie können nicht ahnen, dass in dieser Zeit ein riesiges Gehirnwesen, das in einer Höhle des Planeten lauert, in ihren Erinnerungen stöbert, um einen Weg zu finden, mit dem Raumschiff zur Erde zu gelangen und die Menschheit zu versklaven!

Kaum erwacht, setzt man zu Landung an und staunt nicht schlecht, als man feststellt, inmitten einer baumbestandenen (dänischen) Landschaft gelandet zu sein. Froh die Raumanzüge im Schrank lassen zu können, erforscht man den Planeten - und beginnt sich allmählich zu wundern... Ganze Teile der Landschaft kommen den Astronauten vertraut vor, Büsche haben keine Wurzeln und beim gemütlichen Lagerfeuer beginnt die Landschaft sich so zu verändern, wie in den Erzahlungen des Kommandanten. Und dann tauchen auch noch die ersten Menschen auf - bzw. äußerst attraktive Ladys direkt aus den feuchten Träumen der wackeren Sternenfahrer.

Doch die weiblichen Reize können das wackere Weltraumkommando natürlich nicht von der Erforschung der Rätsel abhalten. Man entdeckt, dass die idyllische Welt von einer Barriere umgeben ist, hinter der eisige Kälte herrscht. Mit ihren Raumanzügen (deren Helmvisiere nicht wirklich dicht sind ) verlassen sie die Barriere, durchqueren tödliche Kristallwälder und Treibschnee und stoßen schon bald auf ein Höhlensystem in dessen Tiefen das Grauen lauert. Verzweifelt suchen die Männer nach einer Möglichkeit, das Monsterhirn zu vernichten, um den Planeten wieder verlassen zu können.
Darsteller:
John Agar (Capt. Don Graham), Carl Ottosen (Eric), Peter Monch (Karl), Ove Sprogøe (Barry O'Sullivan), Louis Miehe-Renard (Svend), Ann Smyrner (Ingrid), Greta Thyssen (Greta)

Werbeslogans:
• You're in Space beyond Space

 

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