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Deutschland:
VHS, Laserdisc (1.85:1, beide vergriffen)
Qualität:

USA:
VHS (Vollbild, vergriffen)

Japan:
DVD (Vollbild, englisch mit eingebrannten japanischen Untertiteln)
Qualität:

Soundtrack:


Italienischer Soundtrack
Qualität:

Deutscher Soundtrack
Qualität:
(Im Gegensatz zum originalgetreuen italienischen Soundtrack, eher eine bunte Trash-Sammlung)


Memorabilia-Kuriosa:


Die 16-minütige Super8-Kurzfassung in exzellenter Qualität. Der Film macht in der rasant geschnittenen Kurzfassung extrem viel Spaß. 

Außerdem erschien in der Bild+Funk ein mehrteiliger farbiger Fotoroman.

Der (angeblich!) von Walter Ernsting verfasste Roman zum Film schafft es übrigens mühelos, noch sehr viel schlechter zu sein!

Weitere Infos:


Bad Movies.de

Boxoffice Prophets (englisch)

Zeitmaschinsten (Schnittbericht)

Kongulas Pranke
Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall
...4 ...3 ...2 ...1 ...morte
Italien/Spanien/BRD 1967 - Regie: Primo Zeglio
Musik: Antón García Abril, Marcello Giombini
Bildformat: 2.35:1 (Farbe)
Die "größte Weltraumserie der Welt" als Kinofilm - wobei schon damals der Slogan "Geiz ist geil" zur Anwendung kam und dazu führte, dass dieser Film bei den Fans der Roman-Heftchen in hundertprozentige Ungnade fiel. Doch obwohl ultrabillig produziert und im Grunde eher ein Euro-Agenten-Krimi als "richtige" Science Fiction, macht dieser Albtraum jedes seriösen Science Fiction-Fans einfach unglaublich viel Spaß. Die Kulissen sind bunt, die Kostüme verrückt und der Soundtrack einfach unglaublich.


Der bis heute einzige Perry-Rhodan-Kinofilm (alle Versuche, den Erben des Universums erneut auf die Leinwand zu bringen, sind bislang gescheitert) gehört zu jenen Produktionen, die man eigentlich nur lieben oder hassen kann - wobei echte Perry-Fans wohl zu letzterem tendieren. Die Story hält sich nur noch in Grundzügen an den ersten Perry Rhodan-Roman "Unternehmen Stardust" und ähnelt sehr viel mehr den in den 60er Jahren so beliebten Agenten-Krimis a la "Kommissar X jagt irgendwas buntes"


Dem Perry Rhodan-Werkstattband ist zu entnehmen, dass ursprünglich Perry Rhodan-Chefautor K.H.Scheer (aufgrund seiner Faszination für das militärische gern auch Handgranaten-Herbert genannt) das Script verfassen sollte, was dieser jedoch ablehnte, da die Zeit dafür viel zu knapp war. Der Autor, der daraufhin in Rekordzeit den ersten Roman verwursten durfte, hatte halt mehr Erfahrung mit Krimis, als mit SF - und so wurde aus dem Gründer der Dritten Macht und Vereiner der Erdenvölker halt ein lässiger Gangster-Jäger ;D Für alle, die mit dem "richtigen" Perry Rhodan nicht ganz so vertraut sind: Einen Gangsterboß names Homer Arkin hat es in der Heftserie nie gegeben; statt mit Gangstern wurde Rhodan dort mit den östlichen und westlichen Machtblöcken konfrontiert und verhhinderte nicht weniger als den dritten Weltkrieg, bevor er die Menschheit zur galaktischen Großmacht formte. Wie auch immer, den Produzenten dürfte es wohl durchaus recht gewesen sein, denn ein Krimi läßt sich halt wesentlich günstiger verfilmen, als ein aufwendiges Science Fiction Epos

Während der Film hierzulande trotz großen Rührens der Werbetrommel gnadenlos floppte, war er in Italien ein so großer Erfolg, dass sich bis heute Gerüchte halten, es wäre dort noch eine Fortsetzung gedreht worden. Das ist leider Quatsch mit Soße. Einer der Hauptkritikpunkte hiesiger Fans an dem Streifen war übrigens, dass nicht Perry, sondern sein Kumpel Bully (der im Film seltsamerweise Burly heißt, wie auch sowieso einige Namen verändert wurden) die eigentliche Hauptrolle spielte. Aber immerhin bekommt Perry am Ende das Mädchen

Optisch hat der Film, trotz seines sehr beschränkten Biudgets, doch einiges zu bieten - allen voran natürlich Essy Persson als Arkoniden-Kommandantin Thora, die wirklich verdammt sexy daher kommt; die Szenen in denen sie sich zum Seli-Lovetheme (alias Hamm... hammm... hamm...) hinter einer halbtransparenten Wand entkleidet sind wirklich sehr nett gemacht. Und die Arkon-Raumschiffe haben zwar, wie erwähnt, verdammte Ähnlichkeit mit einem polierten Ofen, sehen aber trotzdem durchaus faszinierend aus. Phantasievoll und bunt, statt aufwendig und teuer heißt hier die Devise und zumindest mir macht das sehr viel Spaß! Und da es sich um einen italienischen Film handelt, dürfen hier Männer auch noch Macho-Männer und Frauen echte Powerfrauen sein, und auch die so typischen Schlägereien kommen natürlich nicht zu kurz

Die Effekte des Films sind natürlich größtenteils grottig. Einen besonders schönen technischen Patzer gibt es in einer Szene auf dem Mond zu bestaunen, als offenbar ein Techniker vergessen hatte, den Strom für den Sternenhimmel anzuknipsen, und die Sterne daher mit deutlich Verzögerung plötzlich am Himmel erscheinen Geradezu grottenschlecht sind leider sämtliche Bluescreen-Effekte im Film, da war auch die italienische Filmtechnik schon wesentlich besser. Übrigens ist auch für Laien deutlich erkennbar, dass das Arkon-Beiboot in einigen Szenen nur durch die Luft geworfen und die gefilmte Sequenz dann verlangsamt abgespielt wurde (wodurch nun  jede Verschmutzung im Filmmaterial sehr eingehend bewundert werden kann ), was wirklich extrem billig aussieht. Für die Energiestrahlen wurde übrigens auf die gute alte "wir zerkratzen das Negativ"-Technik zurückgegriffen, die bereits in Fritz Langs Klassiker "Metropolis" zum Einsatz kam und auch in Sid Pinks dänischem SF-Heuler "Journey to the Seventh Planet" Verwendung fand.

Übrigens taucht immer wieder die Information auf, dass Antonio Margheriti (alias Anthony M. Dawson) für die Special Effekte des Films verantwortlich war, was ich bisher aber nirgendwo verifizieren konnte.

Ganz besondere Beachtung verdient im übrigen der Soundtrack, der wahrhaft unvergleichlich ist. Der geniale, gitarrenlastige Titelsong "Seli" wurde sogar kürzlich von der Werbebranche (wieder)entdeckt und für einen Axe-Werbespot verwendet! Die Musik ist großteils ohne Instrumente, rein lautmalerisch mit einem Chor aufgenommen worden - und gleicht (insbesondere wenn man die Musik von Platte hört) einem reichlich orgiastischen Gestöhne

Die Story: Eine Mondexpedition unter dem Kommando Major Perry Rhodans, stößt auf ein notgelandetes Raumschiff der, den Menschen in technischer Hinsicht weit überlegenen, Arkoniden (im Film ein Ofen mit bunten Glasfenstern). Crest, der Chefwissenschaftler der Arkoniden, leidet an Leukämie, für die man auf seiner Welt kein Heilmittel kennt. Mit einem Beiboot begibt man sich zur Erde, um ein Gegenmittel aufzutreiben. Doch das Militär und der Gangster-Syndikatsboß Homer Arkin versuchen alles, das hypermoderne und schwerbewaffnete Beiboot in ihre Gewalt zu bringen.

Die deutsche Fassung ist leider an diversen wichtigen Stellen stark geschnitten. So fehen z.B. die Sequenzen, in denen ein Roboter Militärfahrzeuge vernichtet, ein Jeep per Antigrav durch Luft fliegt, und Homer Arkin am Ende doch noch in das Arkon-Beiboot gelangt - und schließlich kurzerhand im All entsorgt wird. Allem Anschein nach hat es in Deutschland auch nie eine längere Fassung gegeben; interessanterweise beginnt aber der deutsche Kinotrailer gerade mit der Szene, in der Homer Arkon schreiend (!!!) im All treibt... Übrigens wurde der Film Jahre später (vielleicht auch wegen des beachtlichen  Erfolgs der EUROPA-Hörspielserie in der Uwe Friedrichsen als Perry und Judy Winter als Thora glänzten) unter dem Titel "Kampf der Planeten" wiederveröffentlicht - mit dem schönen Slogan "Millionen warten auf diesen Film".
Darsteller:
Lang Jeffries (Perry Rhodan), Essy Persson (Thora), Pinkas Braun (Homer Arkin), Luis Dávila (Reginald Bull), Stefano Sibaldi (Dr. Haggard)

Werbeslogans:
• Millionen kennen und lieben den berühmten Weltraum-Helden. Hier ist sein erster Film!

 

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